Eine Literzahl allein macht noch keinen sicheren Wasservorrat, denn jeder Kanister ist irgendwann leer. Deshalb plane ich in drei Stufen statt mit einer Zahl. Wer einen Wasservorrat anlegen will, rechnet laut BBK mit 2 Litern pro Person und Tag, möglichst für zehn Tage.
In meinem Haushalt leben drei Personen, das Wasser kommt aus einer reinen Pumpenversorgung ohne Hochbehälter. Fällt der Strom länger aus, kommt bei mir schnell kein Wasser mehr. Mehr dazu unter Wasserversorgung bei Stromausfall. Mein Plan: rund 30 Liter in Trinkflaschen im Haus, 80 Liter in Kanistern im Keller, danach Filter und eine Quelle im Wald.
Aktualisiert : Mein Plan A, B, C und Lagerung nach BBK, BZfE und BfR
Das Wichtigste in Kürze
- BBK: 2 Liter pro Person und Tag (1,5 Trinken, 0,5 Kochen), möglichst 10 Tage, für drei Personen 60 Liter.
- Mein Plan (Stand Oktober 2026): rund 30 Liter in Flaschen im Haus, 80 Liter in Kanistern im Keller, dann Filter und Quelle. Sind beide voll, reichen 110 Liter meinem Haushalt rechnerisch rund 18 Tage.
- BZfE: Selbst abgefülltes Leitungswasser hat ein hohes Verkeimungsrisiko. Für die Trinkmenge würde ich gekauftes Flaschenwasser nehmen.
- BfR: Für PET-Flaschen werden keine Weichmacher eingesetzt. Laut Verbraucherzentrale eignen sie sich eher für kurz- bis mittelfristige Lagerung.
- Lagern: kühl, dunkel und trocken, so rät es die Verbraucherzentrale. Legionellen vermehren sich laut RKI unter 20 Grad kaum, Trinken birgt laut RKI in der Regel keine Infektionsgefahr.
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Das BBK rechnet mit zwei Litern pro Person und Tag, ohne Flüssigkeit kommst du laut BBK nur vier Tage aus
Das BBK rechnet idealerweise mit zwei Litern Trinkwasser pro Person und Tag: mindestens 1,5 Liter zum Trinken, 0,5 Liter zum Kochen. Ohne Nahrung kommt ein Mensch laut BBK unter Umständen drei Wochen aus, ohne Flüssigkeit nur vier Tage. Bei Hitze oder Anstrengung kann der Bedarf laut Verbraucherzentrale Niedersachsen steigen. Wasserwerke brauchen laut BBK-Ratgeber Strom. Wo Wasser nur gepumpt wird wie bei mir, gibt es keinen Puffer, siehe was bei Stromausfall mit dem Leitungswasser passiert.
Für dich heißt das konkret: Rechne Personen mal Tage mal 2 Liter Wasser, im Sommer großzügiger, und zähl Haustiere mit, die das BBK ausdrücklich nennt. Fang mit drei Tagen an und bau auf zehn auf, vorher weiß niemand, wie lange ein Blackout dauern kann. Erst danach kommen die Lebensmittel für den Notvorrat.
So viel Trinkwasser brauchst du nach BBK
| Personen | 3 Tage | 5 Tage | 7 Tage | 10 Tage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 6 Liter | 10 Liter | 14 Liter | 20 Liter |
| 2 | 12 Liter | 20 Liter | 28 Liter | 40 Liter |
| 3 | 18 Liter | 30 Liter | 42 Liter | 60 Liter |
| 4 | 24 Liter | 40 Liter | 56 Liter | 80 Liter |
| 5 | 30 Liter | 50 Liter | 70 Liter | 100 Liter |
Zeiträume wie in der BBK-Checkliste, ohne Brauchwasser.
Mein Wasservorrat hat drei Stufen: Flaschen im Haus, Kanister im Keller, dann Filter und Quelle
Plan A sind rund 30 Liter in Trinkflaschen, die immer im Haus stehen und aus denen der tägliche Bedarf kommt. Plan B sind 80 Liter in vier 20-Liter-Kanistern im Keller. Sind auch die leer, greift Plan C: Wasserfilter und eine Quelle im Wald, zur Not Micropur-Forte-Tabletten. Mein Haushalt braucht nach BBK 6 Liter am Tag, A und B reichen rechnerisch rund 18 Tage, das BBK-Ziel sind 60 Liter.
Schreib deine drei Stufen auf: Haus, Keller, Nachschub.
Mein Wasserplan für drei Personen
| Stufe | Was | Wo | Reicht bei 2 l pro Person und Tag |
|---|---|---|---|
| Plan A | rund 30 Liter in Trinkflaschen | im Haus, im Alltag griffbereit | rund 5 Tage |
| Plan B | 80 Liter in vier 20-Liter-Kanistern | im Keller | rund 13 Tage |
| Plan C | Filter und Quelle im Wald, zur Not Micropur Forte | an der Quelle | solange die Quelle Wasser führt |
Tage rechnerisch mit dem BBK-Wert, im Sommer entsprechend weniger.
Für Toilette und Waschen brauchst du Brauchwasser zusätzlich, nicht aus dem Trinkvorrat
Die 2 Liter des BBK enthalten keinen Liter für Toilette und Körperpflege, deshalb nennt die BBK-Checkliste eigens einen Wasserbehälter für Brauchwasser. Wer aus dem Trinkvorrat spült, hat Plan A und B schnell verbraucht. Selbst abgefülltes Leitungswasser nennt das BZfE ausdrücklich als Ersatz für die Toilettenspülung.
Bei einem Rohrbruch in meiner Straße kam tagelang kein Leitungswasser, gespült habe ich mit dem Eimer. Ich rate dir, Brauchwasser getrennt und beschriftet zu lagern. Wasser aus der Regentonne gehört nicht in den Trinkvorrat. Dazu passen Toilette ohne Wasser spülen und duschen bei Stromausfall.
Gekauftes Flaschenwasser ist hygienisch abgefüllt, Leitungswasser aus dem Hahn verlangt saubere Arbeit
Gekauftes Wasser ist für mich der einfachste Trinkvorrat, und für Fertigpackungen gelten laut BfR Hygieneregeln beim Abfüllen. Selbst abgefülltes Leitungswasser hat laut BZfE ein hohes Verkeimungsrisiko und eignet sich nur bedingt als Trinkwasser. Mineralwasser ist laut BZfE in Glas zwei Jahre, in PET ein Jahr mindestens haltbar.
Willst du den Wasservorrat anlegen und dafür Wasser kaufen, geh so vor:
- Stilles Mineralwasser für die Trinkmenge aus der Tabelle, im Alltag verbraucht und nachgekauft, laut BBK ein lebender Vorrat.
- Lebensmittelechte Kanister für alles darüber, bei mir ist das Plan B. Brauchwasser lagerst du getrennt.
- Notwasser in Beuteln, Dosen oder Kartons, maßgeblich ist die Haltbarkeitsangabe auf der Packung. Ich würde es nur kaufen, wenn kein Platz zum Verbrauchen und Nachkaufen da ist.

Lebensmittelechte Kanister fassen den großen Vorrat, Glas hält länger als PET
Ein voller 20-Liter-Kanister wiegt rund 20 Kilogramm, 10-Liter-Kanister lassen sich leichter tragen und verstauen. Glas bewahrt die Qualität laut Verbraucherzentrale über Jahre. PET eignet sich laut Verbraucherzentrale eher für kurz- bis mittelfristige Lagerung. Weichmacher werden laut BfR für PET-Flaschen nicht eingesetzt, ein Fremdgeschmack kommt von Acetaldehyd, unter dem EU-Grenzwert ohne Gesundheitsrisiko.
Kauf Kanister nur lebensmittelecht und BPA-frei, wie es das BZfE rät. Alte Chemikalien- oder Kraftstoffkanister würde ich nie nehmen. Ein Hahn erspart das Heben beim Zapfen. Ich habe vier 20-Liter-Kanister im Keller und drei 10-Liter-Kanister, mit denen ich Wasser von der Quelle hole. Zum Beispiel solche Kanister mit Hahn:
Ob Leitungswasser im Kanister lange hält, entscheiden laut Verbraucherzentrale Behälter und Abfüllen
Wer morgens den ersten Schwall aus dem Wasserhahn abfüllt, lagert Stagnationswasser ein. Wasser, das vier Stunden oder länger in der Leitung stand, soll laut Ratgeber des Umweltbundesamts von 2020 nicht getrunken werden. Keime aus Behälter oder Händen können sich danach im Kanister vermehren, das BZfE nennt das Verkeimungsrisiko hoch. So füllst du Leitungswasser ab:
- Kanister gründlich reinigen und heiß ausspülen (BZfE).
- Wasser laufen lassen, bis es deutlich kühler kommt (Umweltbundesamt).
- Randvoll füllen und sofort verschließen.
- Abfülldatum aufschreiben.
Schritt 3 und 4 sind meine Ergänzung. Laut BZfE kannst du zusätzlich abkochen oder Entkeimungstabletten nehmen. Micropur Forte schützt laut Hersteller Katadyn bis zu 6 Monate vor Wiederverkeimung.
Kühl und dunkel lagern, Dachboden und Auto sind im Sommer wenig geeignet
Für die Lagerung zählt die Temperatur. Legionellen vermehren sich laut RKI-Ratgeber am besten zwischen 25 und 45 °C, unter 20 °C kaum. Ein Kanister auf dem Dachboden oder im Auto liegt im Sommer also im Wachstumsbereich, das BZfE hält diese Orte im Sommer für wenig geeignet. Gefährlich sind Legionellen laut RKI beim Einatmen von Wassernebel, etwa unter der Dusche, Trinken birgt in der Regel keine Infektionsgefahr.
Stell den Vorrat kühl, dunkel und trocken, wie es die Verbraucherzentrale rät, etwa in den Keller, den das BZfE nennt. Bei mir steht Plan B im Keller.
Eine amtliche Frist für Leitungswasser im Kanister habe ich nicht gefunden, im Zweifel kochst du es ab
Eine amtliche Frist für selbst abgefülltes Leitungswasser habe ich nicht gefunden (Stand 08.10.2026). Das BfR schreibt nur: hygienisch abgefüllt, verschlossen und gekühlt kann es einige Zeit gelagert werden. Wasser selbst verdirbt laut Verbraucherzentrale nicht, wie haltbar es ist, entscheiden Behälter und Abfüllen.
Auch Leitungswasser kann plötzlich unsicher sein: In meinem Wohnort galt im August 2025 für 17 Tage ein Abkochgebot. Wie Abkochen geht, erklärt zum Beispiel das Gesundheitsamt Rosenheim in seinen Fragen zur Abkochverfügung: einmal sprudelnd aufkochen, dann über 10 Minuten langsam abkühlen lassen. Ich tausche mein Wasser alle 6 bis 8 Monate, im Herbst bei der Wintervorbereitung und im Frühling. Altes Wasser verbrauchst du im Alltag oder als Brauchwasser.
Wenn Flaschen und Kanister leer sind, filtere ich Wasser aus einer Quelle im Wald, zur Not mit Micropur Forte
An dieser Quelle habe ich meine letzten Videos aufgenommen und Wasserfilter getestet. Ich schöpfe ab und filtere immer, denn klares Aussehen sagt nichts über Keime. Lies vorher, welches Wasser du in der Natur trinken kannst, kenn deine Quelle und halte den Filter griffbereit.
Modelle vergleiche ich unter Outdoor-Wasserfilter im Vergleich. In meinem Test des ITEHIL Mini Wasserfilters lief 1 Liter in 1:25 Minuten durch, gefiltertes Bachwasser habe ich ohne Beschwerden getrunken.
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Zur Not entkeimen Micropur-Forte-Tabletten klares Quellwasser. Laut Hersteller Katadyn wirkt 1 Tablette je Liter klares Wasser nach 30 Minuten gegen Bakterien und Viren, nach 120 Minuten gegen Zysten, trübes Wasser filterst du vorher. Für unterwegs nutze ich eine Trinkflasche mit Wasserfilter von Water to Go.
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Meine persönliche Einschätzung
Ich halte nichts davon, einen Vorrat an einer einzigen Zahl festzumachen. Für mich sind die 2 Liter des BBK eine Untergrenze, und jeder Kanister ist irgendwann leer. Darum plane ich in Stufen: Flaschen für den Alltag, Kanister für den Ausfall, Filter und Quelle für alles, was länger dauert. Wasser kommt bei mir vor Lebensmitteln und vor jeder weiteren Ausrüstung.
Mein Fazit: Wasservorrat anlegen in drei Stufen
Rechne wie das BBK mit 2 Litern pro Person und Tag, möglichst für zehn Tage. Dein nächster Schritt in der Vorsorge: Rechne heute Personen mal 10 Tage mal 2 Liter und vergleiche das mit Haus und Keller. Den Rest findest du in meiner Checkliste für die Blackout-Vorbereitung.
Häufige Fragen zum Wasservorrat
Wer einen Wasservorrat anlegen will, rechnet laut BBK mit 2 Litern pro Person und Tag, 1,5 zum Trinken und 0,5 zum Kochen. Für zehn Tage sind das 20 Liter pro Person. Bei Hitze kann der Bedarf laut Verbraucherzentrale steigen, Brauchwasser kommt dazu.
Eine amtliche Frist habe ich nicht gefunden (Stand 08.10.2026). Laut BfR kann hygienisch abgefülltes, verschlossenes und gekühltes Leitungswasser einige Zeit gelagert werden, das BZfE warnt vor hohem Verkeimungsrisiko. Micropur Forte schützt laut Hersteller bis zu 6 Monate vor Wiederverkeimung.
Kühl, dunkel und trocken, so rät es die Verbraucherzentrale, dazu verschlossen, wie es das BfR für abgefülltes Leitungswasser nennt. Dachboden und Auto hält das BZfE im Sommer für wenig geeignet.
Notwasser in Beuteln, Dosen oder Kartons wird für lange Lagerung verkauft, maßgeblich ist die Angabe auf der Packung, eine amtliche Frist habe ich nicht gefunden. Mineralwasser hat laut BZfE ein Mindesthaltbarkeitsdatum von einem Jahr in PET und zwei Jahren in Glas, Glas bewahrt die Qualität laut Verbraucherzentrale über Jahre.



