
Ich musste selbst lange Zeit Blutdruckmedikamente nehmen, meine Frau ist auf ein Asthmaspray angewiesen, und für unsere Tochter gehört Fiebersaft zur Grundausstattung. Genau diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig eine durchdachte Prepper Medikamentenliste ist, die über die normale Hausapotheke hinausgeht. In diesem Artikel findest du meine komplette Liste, dazu wie ich mit verschreibungspflichtigen Medikamenten im Notvorrat umgehe und mein wichtigstes persönliches Learning zum Thema.
Aktualisiert : Komplett neu strukturierte, kategorisierte Medikamentenliste sowie meine eigene Erfahrung mit Dauermedikamenten ergänzt.
Warum Medikamente in der Krisenvorsorge oft unterschätzt werden
Bei einem Blackout oder einer anderen Krise steht medizinische Versorgung nur eingeschränkt zur Verfügung. Der Weg zum Arzt kann selbst zur Herausforderung werden, wenn Ampeln ausfallen oder Straßen verstopft sind, und ob die Praxis überhaupt geöffnet hat, ist die nächste offene Frage. Wer für den Ernstfall vorsorgt, sollte deshalb nicht nur an Lebensmittel und Wasser denken, sondern genauso an eine gut sortierte Medikamentenliste.

Die komplette Prepper Medikamentenliste
Diese Liste orientiert sich an meiner eigenen erweiterten Hausapotheke und deckt die wichtigsten Kategorien ab, die in kaum einem Notvorrat fehlen sollten.
Schmerzen, Fieber und Erkältung
- Schmerzmittel für Erwachsene
- Fiebersenkende Mittel
- Fiebersaft für Kinder, altersgerecht dosiert
- Erkältungsmittel, zum Beispiel gegen Husten und Schnupfen
- Fieberthermometer
Magen, Darm und Verdauung
- Mittel gegen Durchfall
- Mittel gegen Übelkeit
- Kohletabletten
Wunden und Desinfektion
- Verbandskasten, zum Beispiel aus dem Auto
- Desinfektionsmittel für Hände und Haut
- Wunddesinfektion
- Wund- und Brandsalbe
- Pinzette und Verbandsschere
Sonstiges
- Sonnencreme und Aftersun-Lotion
- Mückenspray und Salbe gegen Insektenstiche
- Vitaminpräparate

Verschreibungspflichtige Dauermedikamente vorrätig halten
Neben der allgemeinen Liste gehören bei uns auch verschreibungspflichtige Medikamente zur Vorsorge, bei meiner Frau zum Beispiel ihr Asthmaspray. Viele hören von ihrem Arzt, dass eine größere Menge auf einmal nicht verschrieben werden kann. Bei mir hat es geholfen, offen mit meinem Arzt über einen längeren Auslandsaufenthalt zu sprechen, den ich tatsächlich hatte, und ganz allgemein offen anzusprechen, dass ich für einen längeren Zeitraum vorsorgen möchte. Das ist keine Garantie, aber viele Ärzte haben dafür Verständnis, wenn man ehrlich und konkret nachfragt, statt es einfach zu erwarten.
Wichtig: Sprich Änderungen an Menge, Dosierung oder Einnahme deiner Medikamente immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ab. Das gilt besonders für Dauermedikamente, bei denen ein plötzliches Absetzen gefährlich werden kann.
Mein wichtigstes Learning: wo möglich, weg von Medikamenten
Ich selbst musste über lange Zeit Blutdruckmedikamente nehmen, und das war mein persönlich wichtigstes Learning zum Thema Medikamentenvorsorge: Natürlich geht das nicht bei jedem Medikament und nicht bei jeder Erkrankung. Aber dort, wo ich selbst Einfluss darauf hatte, haben mir eine gesündere Ernährung und regelmäßiger Sport langfristig geholfen, wieder von der Medikation herunterzukommen, immer in Absprache mit meinem Arzt. Für mich bedeutet gute Krisenvorsorge deshalb nicht nur, möglichst viele Medikamente zu bunkern, sondern auch, den eigenen Bedarf an Medikamenten dort zu senken, wo es medizinisch vertretbar ist.
Vorsorge statt nur Vorrat
Ein Punkt, der bei der Krisenvorsorge oft übersehen wird: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, besonders beim Zahnarzt, verhindern, dass aus einem kleinen Problem im Ernstfall ein akuter medizinischer Notfall wird, in einer Situation, in der du möglicherweise gar keinen Zahnarzttermin bekommst. Ich gehe deshalb regelmäßig zur Vorsorge, nicht nur, wenn schon etwas wehtut.
Dazu gehört auch, Unfälle von vornherein zu vermeiden: Notbeleuchtung bei Stromausfall, ein Feuerlöscher griffbereit und ein sicherer Umgang mit Kerzen senken das Risiko, überhaupt medizinische Hilfe zu brauchen.
Meine Einschätzung
Für mich ist die Medikamentenliste nur die halbe Wahrheit bei der medizinischen Krisenvorsorge. Genauso wichtig ist, dort wo es geht, gar nicht erst auf Medikamente angewiesen zu sein, durch gesunde Ernährung, Bewegung und regelmäßige Vorsorge. Wo Medikamente unverzichtbar sind, wie bei meiner Frau oder früher bei mir selbst, gehört ein ausreichender Vorrat und ein offenes Gespräch mit dem Arzt für mich fest zur Vorsorge dazu.
Für den restlichen Notvorrat lohnt sich auch ein Blick in meinen Beitrag Lebensmittelvorrat für 10 Tage und in meine Tipps zum Trinkwasser für den Notvorrat.
Neben persönlichen Dauermedikamenten gehören Schmerz- und Fiebermittel, Fiebersaft für Kinder, Erkältungsmittel, Mittel gegen Durchfall, ein Verbandskasten mit Desinfektionsmittel und Wundsalbe sowie Sonnencreme und Mückenschutz zur Grundausstattung.
Sprich offen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über deinen Wunsch, für einen längeren Zeitraum vorzusorgen, zum Beispiel wegen eines längeren Auslandsaufenthalts. Eine Garantie gibt es nicht, aber viele Ärzte haben dafür Verständnis, wenn man konkret nachfragt.
Bei manchen Erkrankungen und mit ärztlicher Begleitung kann eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung helfen, die Medikamentendosis zu senken oder ganz von der Medikation herunterzukommen. Das geht nicht bei jedem Medikament und sollte niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt versucht werden.
Das Haltbarkeitsdatum auf der Packung gilt auch für den Notvorrat. Kontrolliere deine Medikamente mindestens einmal im Jahr und tausche abgelaufene Präparate rechtzeitig aus.
Regelmäßige Vorsorge, besonders beim Zahnarzt, verhindert, dass aus einem kleinen Problem im Ernstfall ein akuter Notfall wird, wenn medizinische Versorgung nur eingeschränkt verfügbar ist.