Blackout Vorbereitung: Die Checkliste in 3 Phasen für den Ernstfall

Blackout Vorbereitung heißt, dass dein Haushalt einen großflächigen, längeren Stromausfall einige Tage aus eigenen Vorräten übersteht: mit Wasser, Wärme, Essen ohne Herd, Licht und Nachrichten aus dem Radio. Entscheidend ist die Reihenfolge, nicht die Menge an Ausrüstung. Wer mit Gadgets anfängt, steht mit Powerbank und Taschenlampe da, aber ohne Wasser.

Mein längster Stromausfall war der große Ausfall in Europa im November 2006, kurz nach dem Einzug in meine erste eigene Wohnung. Vorsorge hatte ich keine, und was ich in der Zeit gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Seit 2019 sorge ich vor, heute für meine Frau, meine Tochter und mich. Was du in welcher Menge brauchst, zeigt meine Prepper-Liste mit allen Mengen für zehn Tage. Hier geht es um die Reihenfolge: womit du anfängst und was warten kann.

Aktualisiert : 3 Phasen, BBK-Ratgeber 2025, Einkaufsliste als PDF

Dunkler Flur bei Stromausfall mit Laterne, Kurbelradio, Wasserflaschen und Taschenlampe am Sicherungskasten, KI-generiertes Symbolbild

Das Wichtigste in Kürze

  • Stand: BBK-Ratgeber 11/2025, meine Linie Oktober 2026.
  • BBK: möglichst 10 Tage selbst versorgen; 2 Liter Wasser pro Person und Tag.
  • Meine Reihenfolge: erst Wasser, Wärme und Essen ohne Herd, dann Licht, Radio, Powerbank und Bargeld, zuletzt Kocher und Powerstation.
  • Meine Vorratsdauer: 10 Tage als Untergrenze, besser 14, für meine Familie plane ich 30.
  • Zivilschutzverband Österreich: Blackout heißt, die ganze Umgebung ist dunkel und Handy oder Festnetz fallen aus; dann Geräte aus, eine Lampe an.
  • PDF: meine Einkaufsliste zum Abhaken nach meiner 3-Stufen-Regel (Wasser, sofort Essbares, Kochbares), vier Seiten.

Ein Blackout ist kein normaler Stromausfall: Die ganze Umgebung ist dunkel, und Handy oder Festnetz fallen aus

Ein normaler Stromausfall bleibt auf Wohnung, Haus oder Nachbarschaft begrenzt. Der Zivilschutzverband Österreich beschreibt einen Blackout dagegen als Großstörung, bei der das überregionale Übertragungsnetz zusammenbricht. Du erkennst ihn an drei Zeichen: In der ganzen Umgebung fließt kein Strom, Handy oder Festnetz fallen aus, das Radio meldet einen Blackout. Der kurze Ausfall ist der Normalfall: Die Bundesnetzagentur meldet für 2024 im Schnitt 11,7 Minuten Unterbrechung je Letztverbraucher.

Der Abschlussbericht der UCTE zählt für den 4. November 2006 über 15 Millionen Haushalte ohne Strom. Nach unter 2 Stunden war in allen Ländern wieder Normalzustand. Der Zivilschutzverband rechnet aber auch mit Blackouts von mehreren Tagen. Echte Fälle sammelt mein Beitrag, wie lange ein Blackout dauern kann.

Für den kurzen Ausfall reicht ein Mini-Set: Taschenlampe, Radio, Powerbank und eine Decke. Fällt abends der Strom in der Wohnung aus, brauche ich zuerst Licht für den Sicherungskasten: Eine Taschenlampe hängt im Flur direkt daneben, eine liegt in der Küche, weitere sind im Schlafzimmer. Ob nur du betroffen bist, klärt meine Liste was du bei einem Stromausfall im Haus zuerst prüfst.

Blackout Vorsorge in 3 Phasen: Was du zuerst besorgst und was warten kann

Meine Blackout Vorbereitung hat drei Phasen mit sechs Schritten. Jede Phase hilft schon allein.

Blackout-Vorsorge-Checkliste: Reihenfolge in 3 Phasen

PhaseSchrittWas ins Haus kommtWarum an dieser Stelle
1 Basics1 Wasser2 Liter pro Person und Tag, Flaschen und Kanisterohne Strom kommt kein Wasser aus der Leitung (BBK)
1 Basics2 Wärmewarme Kleidung, Decken, Schlafsäckedie Heizung fällt aus (BBK)
1 Basics3 Essen ohne HerdLebensmittel, die kalt satt machender Elektroherd fällt aus (BBK)
2 Licht und Kontakt4 LichtTaschenlampen, Ersatzbatterien, LED-Laternesicher bewegen nach Einbruch der Dunkelheit
2 Licht und Kontakt5 Nachrichten, Geld, PlanRadio mit Batterie oder Kurbel, Powerbank, Nummernliste auf Papier, BargeldHandy, Internet und Kartenzahlung fallen aus (BBK)
3 Ausrüstung6 GeräteKocher mit Brennstoff, Powerstation, Wasserfilterhilft erst, wenn Phase 1 und 2 stehen

(BBK): BBK-Ratgeber 11/2025, Seite 4 und 5. Reihenfolge: meine.

Phase 1 steht komplett, bevor du Geld für Phase 3 ausgibst. Das Aufstocken zeigt mein Stufenplan von 3 auf 10 Tage. Medikamente laufen in jeder Phase mit. Der BBK-Ratgeber nennt dafür mindestens zehn Tage, dazu eine Dokumentenmappe; den Rest zeigt meine Hausapotheke für den Ernstfall.

Phase 1 sind Wasser, Wärme und Essen, das ohne Herd satt macht

Das BBK rechnet im Ratgeber mit 2 Litern pro Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen, für drei Personen also 60 Liter für 10 Tage. Die BBK-Seite zum Bevorraten nennt den Grund: Ohne Nahrung kommt ein Mensch unter Umständen drei Wochen aus, ohne Flüssigkeit nur vier Tage. Mein Plan A sind rund 30 Liter in Trinkflaschen im Haus, Plan B 80 Liter in Kanistern im Keller, Plan C steht bei meinem Wasservorrat mit Plan A, B und C.

Ohne Strom fällt auch die Heizung aus. Mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken überbrückst du eine Zeit lang. Halte einen Raum warm, Türen zu, und lüfte trotzdem kurz stoßweise. Ob deine Gasheizung dann noch läuft, hängt an ihrem Strombedarf; wie du ohne Heizung warm bleibst, liest du in meinem Beitrag zur kalten Wohnung.

Gläser mit Gemüse, Tomatenkonserve und Haferflocken aus meinem Vorrat, die zum Teil auch kalt essbar sind

Beim Essen zählt, was ohne Kochen satt macht, beim BBK heißt das „Fertig“. Nimm, was ihr auch kalt esst, und plane die Mengen pro Person mit meiner Übersicht, welche Lebensmittel in den Notvorrat gehören.

In Phase 2 kommen Licht, Radio, Powerbank und Bargeld dazu

Ohne Handy und Internet bleibt das Radio. Der BBK-Ratgeber nennt für den Stromausfall unter anderem Auto-, Kurbel- oder Batterieradio für Nachrichten und eine Powerbank, mit der du Handy oder Laptop lädst. Mein Kurbelradio steht auf der Fensterbank, ich teste es jeden Monat. Beim Kurbelradio für den Notfall vergleiche ich vier Modelle mit Kurbel und Solar. Dazu kommt eine Telefonliste auf Papier. Nimm LED-Lampen statt Kerzen für deine Notbeleuchtung in der Wohnung, denn Kerzen sind eine Brandgefahr.

Das BBK warnt auf seiner Seite zum Stromausfall, dass dann auch die Geldautomaten ausfallen. Bargeld steht auf seiner Checkliste, eine Summe nennt es nicht. Ich halte kleine Scheine und Münzen bereit. Wie du ausrechnest, wie viel Bargeld für Notfälle sinnvoll ist, zeige ich an meinem eigenen Haushalt. Wer wen wo trifft, legst du im Blackout-Notfallplan fest, dabei hilft mein Notfallplan für die Familie mit Vorlage.

Kocher, Powerstation und Wasserfilter gehören erst in Phase 3

Den Gaskocher brauchst du erst, wenn Phase 1 und 2 stehen. Der BBK-Ratgeber empfiehlt, Camping-Kocher mit Gaskartusche und Grills nur draußen zu betreiben. Drinnen sind wegen Kohlenmonoxid nur Geräte mit Zulassung für Innenräume erlaubt. Meinen Gaskocher und den Gasgrill nutze ich draußen. Gerade in Wohnungen ohne Balkon ist die Frage wichtig, wo der Gaskocher bei Stromausfall stehen darf.

Jackery Explorer 500 mit Solarpanel, meine Powerstation für längere Stromausfälle

Danach kommt ein Gerät mit Akku: meine Jackery Explorer 500 mit Solarpanel, die ich etwa monatlich prüfe. Für mich ist sie Komfort und Reserve. Wasser ersetzt sie nicht. Wer das ganze Haus versorgen will, braucht eher ein Aggregat; die Möglichkeiten für Notstrom und Solarstrom fürs Haus stelle ich in einem eigenen Überblick vor. Ein Wasserfilter kommt bei mir erst langfristig dazu.

Mein früher Fehlkauf war teure Notnahrung, bevor die Basics standen

Ich habe früh teure Notnahrung gekauft. Die ist zwar gut, aber eben nicht als Erstes: Wasser, Wärme und Essen, das nicht erhitzt werden muss, gehen vor, dann kommt Licht. Notnahrung bindet Geld, das in Phase 1 fehlt. In den Kommentaren auf meinem YouTube-Kanal Bist Du Bereit kommen immer wieder dieselben Sprüche: „Wofür das Ganze?“, „Wohin damit?“, „Wie soll man sich das leisten?“ Meine Antwort darauf ist die Reihenfolge. Phase 1 ist das, was ihr ohnehin trinkt, anzieht und esst. Wer trotzdem Notnahrung kauft, sollte vorher wissen, wie lange Notrationen haltbar sind.

Meine persönliche Einschätzung

Beim Einkaufen folge ich einer 3-Stufen-Regel: zuerst Wasser, denn ohne Wasser brauche ich sowieso keine Lebensmittel, dann sofort Essbares wie Konserven, Kochbares erst, wenn ein Gaskocher da ist. Das BBK empfiehlt, sich möglichst 10 Tage selbst zu versorgen. Für mich ist das die Untergrenze, besser sind 14 Tage, für meine Familie plane ich 30. Langfristig gehören für mich Samen und ein Wasserfilter dazu, aber erst, wenn die Basics stehen.

Am zweiten Tag ohne Strom stand ich beim Übungswochenende trotzdem vor der Kaffeemaschine

Was bei der Blackout-Vorbereitung im Alltag fehlt, zeigt erst die Übung. Zuletzt habe ich im Sommer 2026 ein Wochenende ohne Strom geübt, allein, während meine Frau mit der Tochter bei ihren Eltern war. Den beiden will ich das nicht zumuten, und für meine Lehren daraus reicht es, wenn ich es allein mache. Mir fällt dabei jedes Mal auf, wie schnell man sich an Strom und den Alltag gewöhnt. Auch am zweiten Tag gehe ich zur Kaffeemaschine, bevor ich merke: ach ja, kein Strom, Wasser mit dem Gaskocher kochen.

Ich rate dir zu einem eigenen Test-Wochenende: nichts Elektrisches benutzen, aus dem Vorrat leben, Wasser draußen auf dem Gaskocher kochen, aufschreiben, was fehlt. Kühlgeräte bleiben am Netz, die Sicherungen drin.

Wenn der Strom ausfällt: erst prüfen, dann Geräte aus, eine Lampe an und das Radio ein

Zuerst nimmst du die Taschenlampe und prüfst mit den drei Zeichen von oben, ob es ein Blackout ist. Dann schaltest du alle elektrischen Wärmegeräte aus. Die BBK-Broschüre von 2019 nennt Herd, Ofen, Bügeleisen, Kaffeemaschine und Wasserkocher. So laufen sie nicht unkontrolliert an, wenn der Strom zurückkommt. Der Zivilschutzverband Österreich nennt einen zweiten Grund: Abgeschaltete Geräte erleichtern das Wiederherstellen des Netzes. Er rät auch, eine Lampe eingeschaltet zu lassen, damit du das Ende bemerkst.

Danach Radio ein, Wasservorrat prüfen und auffüllen, die Familie per SMS statt Anruf informieren, den Notruf nur im lebenswichtigen Notfall wählen. Den Kühlschrank öffnest du so wenig wie möglich, Verderbliches isst du zuerst.

Die BBK-Checkliste sagt, was ins Haus gehört, aber nicht in welcher Reihenfolge

Meine Grundlage ist die Checkliste des BBK. Sie steht im Ratgeber auf Seite 32 bis 35, sortiert nach Kategorien wie Essen und Trinken, Licht und Wärme oder Hausapotheke, mit Kästchen für 3, 5, 7 und 10 Tage. Eine Reihenfolge gibt sie nicht vor. Nutze beide: die des BBK gegen Lücken, meine für den Anfang. Meine Einkaufsliste als PDF hat vier Seiten zum Abhaken und folgt nicht den drei Phasen, sondern meiner 3-Stufen-Regel beim Einkaufen aus der Einschätzung oben.

In Österreich rät der Zivilschutzverband zu 10 bis 14 Tagen und nennt dieselben Bausteine

Der Zivilschutzverband Österreich empfiehlt einen Lebensmittel- und Wasservorrat für mindestens 10 bis 14 Tage, dazu Batterie- oder Kurbelradio, LED-Licht statt Kerzen und Kochen ohne Strom.

Mein Fazit zur Blackout Vorbereitung: Fang heute mit dem Wasser an

Bei der Vorsorge für einen Blackout entscheidet die Reihenfolge, nicht die Ausrüstung. Teure Notnahrung kann warten, Wasser nicht. Stell heute für jede Person 6 Liter Wasser hin, bei 2 Litern am Tag reicht das für 3 Tage. Dann druckst du die PDF aus und hakst ab, was schon da ist. Üben würde ich, sobald Phase 1 steht.

Häufige Fragen zur Blackout-Vorbereitung

Reicht die Checkliste vom BBK für einen Blackout aus?

Die Checkliste des BBK ist meine Grundlage, sie reicht von Wasser bis Bargeld, und das BBK rät im Ratgeber 11/2025 zu möglichst 10 Tagen. Sie sortiert nach Kategorien, nicht nach Reihenfolge. Ich ergänze meine drei Phasen und plane für meine Familie mit 30 Tagen.

Welches Bargeld sollte ich für einen Blackout zu Hause haben?

Kleine Scheine und Münzen. Bargeld steht auf der Checkliste des BBK, außerdem funktionieren bei Stromausfall die Geldautomaten nicht mehr. Eine Summe nennt das BBK nicht.

Reicht eine kleine Grundausstattung für einen kurzen Stromausfall?

Für den kurzen Ausfall in Haus oder Straße reichen Taschenlampe, Radio, Powerbank und eine Decke. Die drei Phasen sind für den Blackout, der große Gebiete trifft und Tage dauern kann.

Wie lange sollte meine Blackout-Vorbereitung reichen?

Das BBK empfiehlt im Ratgeber 11/2025 möglichst 10 Tage. Der Zivilschutzverband Österreich nennt auf seiner Blackout-Seite (Stand Oktober 2026) mindestens 10 bis 14 Tage. Für mich sind 10 Tage die Untergrenze, besser sind 14, für meine Familie plane ich 30.

Ist eine Powerbank bei Stromausfall sinnvoll?

Ja. Mit einer Powerbank lädst du laut BBK-Ratgeber Handy oder Laptop bei Stromausfall. Bei mir gehört sie in Phase 2, zusammen mit Radio und Telefonliste auf Papier.

Robert Meyer
Über den AutorRobert Meyer

Ich bin Robert, verheiratet, Vater einer Tochter und ehemaliger Zeitsoldat. Seit 2019 betreibe ich mit meiner Familie Krisenvorsorge und teste Ausrüstung selbst im Alltag, vom Wasserfilter bis zum Kurbelradio. Hier teile ich, was sich bei uns bewährt hat und was nicht.

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