Ein Notfallplan für die Familie legt vorher fest, wo ihr euch trefft, wie ihr euch ohne Handynetz erreicht und wer wen abholt, damit im Ernstfall niemand improvisieren muss. Das ausgefüllte Blatt ist für mich der kleinere Teil. Entscheidend ist, dass jeder im Haus seinen Teil kennt, auch das Kind.
Als ich bei der Bundeswehr war, hatte Planung Vorrang vor allem anderen. Im Ernstfall wusste jeder, was er zu tun hatte. Dass meine Frau und ich auch zu Hause einen Notfallplan brauchen, war mir lange klar. Die Flut im Ahrtal im Juli 2021 war dann der Auslöser, ihn sauber auszuarbeiten. Privat und in Kommentaren werde ich oft gefragt, wie so ein Plan konkret aussieht. Unten steht, was meine dreiköpfige Familie festgelegt hat, dazu die Vorlage für deinen eigenen Plan. Es geht um die Absprachen. Wie du Vorräte für drei, fünf und zehn Tage aufbaust, zeigt mein Stufenplan zur Krisenvorsorge für Einsteiger.
Aktualisiert : Treffpunkte, Uhrzeiten und Notfallkarte neu, Vorlage als PDF
Das Wichtigste in Kürze
- Treffpunkte: mindestens zwei, einer nahe am Zuhause, einer für den Fall, dass ihr nicht heimkönnt (Schweizer BABS). Bei mir sind es drei Stufen bis etwa 1 km, dazu für meine Tochter das Haus ihrer Oma.
- Nummern auf Papier: eine ausgedruckte oder handgeschriebene Liste, für den Fall, dass du nicht an die im Handy gespeicherten Kontakte kommst, etwa bei leerem Akku (BBK-Ratgeber, Seite 12).
- Ohne Netz: In der Vorlage trägst du drei feste Uhrzeiten am Treffpunkt ein, zum Beispiel 9, 13 und 19 Uhr. Solange noch Nachrichten durchgehen, hilft zusätzlich eine Kontaktperson außerhalb.
- Abholen: Wer das Kind holt, hängt von der Lage ab, es muss nur vorher feststehen. Meine Tochter hole in der Regel ich aus der Schule; kommt niemand, geht sie zur Oma.
- Üben: „Aktualisieren Sie den Notfallplan einmal pro Jahr“, schreibt das Schweizer BABS. Meine Familie hat ihn geübt, zuletzt im Februar 2026.
Stand der Empfehlungen: BBK-Ratgeber 11/2025, Notfallplan des Schweizer BABS 05/2022.
Ein Notfallplan für die Familie beantwortet drei Fragen: Wo trefft ihr euch, wie erreicht ihr euch, wer macht was
Der Notfallplan des Bundesamts für Bevölkerungsschutz der Schweiz (BABS) von 2022 beginnt mit drei Fragen: „Wie kontaktiere ich meine Angehörigen? Wo gehe ich hin? Was nehme ich mit?“ Für eine Familie übersetze ich sie in Treffpunkt, Erreichbarkeit und Aufgaben; das „Was nehme ich mit?“ steckt bei mir in der Aufgabe, wer das Notgepäck nimmt. Das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beschreibt im Ratgeber von 2025, wie ein Cyberangriff, ein Sturm oder Sabotage das Mobilfunknetz so stört, dass du weder telefonierst noch Nachrichten schickst. Ein Stromausfall ist nach seiner Seite zum Stromausfall in der Regel in wenigen Stunden behoben, kann bei großflächigen Schäden aber „durchaus auch einmal Tage dauern“. Echte Fälle habe ich unter wie lange ein Stromausfall dauern kann gesammelt.
Geh die drei Lagen der Tabelle mit deiner Familie durch. Für „zu Hause bleiben“ zählt der Vorrat. Mengen für zehn Tage findest du in meiner Prepper-Liste für Familien; wie du Trinkwasser lagerst, steht unter Wasservorrat anlegen. Lampe und Radio gehören an feste Orte, die jeder kennt; geeignete Lampen zeige ich bei der Notbeleuchtung bei Stromausfall.
Drei Lagen, drei Fragen
| Lage | Treffpunkt | Erreichbarkeit | Aufgaben |
|---|---|---|---|
| Stromausfall, alle zu Hause | zu Hause bleiben | Radio mit Batterie oder Kurbel | Lampe, Radio und Wasser an festen Orten |
| Netz weg, ihr seid getrennt (Schule, Arbeit) | am Wohnort zur vereinbarten Uhrzeit | feste Uhrzeiten am Treffpunkt, Nummern auf Papier; Kontaktperson außerhalb nur, solange Nachrichten durchgehen | vorher festgelegt: wer holt das Kind, wer vertritt |
| Ihr müsst das Haus verlassen (Brand, Hochwasser) | außerhalb des Wohnorts, Unterkunft bei Verwandten | Zettel oder Zeichen an der Tür, Nummern auf Papier | Notgepäck und Dokumente greifen, Tiere mitnehmen |
Radio: BBK-Ratgeber. Treffpunkte und Unterkunft: Notfallplan des Schweizer BABS. Uhrzeiten, Kontaktperson und Zeichen an der Tür: meine Vorlage, Teile 1 bis 3.
Zwei Treffpunkte sind das Minimum, in meiner Familie sind es drei Stufen bis etwa 1 km und einer bei der Oma
Ein einziger Treffpunkt vor der Haustür hilft nicht, wenn das Wohngebiet gesperrt ist. Das Schweizer BABS rät in Schritt 6, „mindestens zwei mögliche Treffpunkte“ zu vereinbaren: einen in der Nähe des Zuhauses und einen für den Fall, dass der Wohnort nicht mehr erreichbar ist. Sie sollen für alle gut erreichbar sein, der zweite möglichst auf dem Weg zur Notunterkunft.
In meiner Familie gibt es drei Stufen nach Entfernung: direkt vor dem Haus, die nächste Kreuzung etwa 100 m weiter, ein Ort etwa 1 km entfernt. Meine Tochter hat zusätzlich ihren eigenen Treffpunkt: das Haus ihrer Oma. Ein Kind braucht einen Ort, den es auch ohne Eltern findet. Wann bei mir welche Stufe gilt, beschreibe ich in meinem Treffpunkt-Plan für die Evakuierung.
Leg einen Treffpunkt nahe am Haus und einen außerhalb fest und lauft beide gemeinsam ab. Die Vorlage hat ein Feld für ein Zeichen an der Tür oder einen Zettel im Briefkasten. Was es bedeutet, legt ihr selbst fest, zum Beispiel: Jemand war da und ist zum nächsten Treffpunkt weiter. Frag außerdem bei deiner Gemeinde nach offiziellen Notfalltreffpunkten; das BBK nennt sie neben Rathäusern als Anlaufstellen.
Wichtige Nummern gehören auf Papier, weil das Handy im Notfall ausfallen kann
Kennst du die Nummer der Schule deines Kindes auswendig? Ist der Akku leer, kommst du nicht an die im Handy gespeicherten Kontakte, und ohne Netz rufst du niemanden an. Für diesen Fall rät das BBK zu einer ausgedruckten oder handschriftlichen Liste mit wichtigen Nummern, so steht es auch auf der Seite In der Krise informiert sein. Funktionieren 110 und 112 nicht mehr, gehst du bei einem Notfall, wenn möglich, zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus. Dafür brauchst du Adressen, nicht nur Nummern.
Schreib die Liste heute mit der Hand. Darauf gehören Familie, Kontaktperson außerhalb, Schule oder Kita, Arbeitgeber, Haus- und Kinderarzt und Nachbarn, dazu die Adressen von Polizeiwache und Krankenhaus. Beim Giftnotruf trägst du die Nummer deiner Region ein, in Lebensgefahr gilt die 112. In den Checklisten des BBK ist die „Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier“ ein eigener Punkt zum Abhaken.
Ohne Handynetz helfen feste Uhrzeiten am Treffpunkt, solange Nachrichten durchgehen auch eine Kontaktperson
Ohne Netz lässt sich nichts spontan absprechen. Feste Zeiten ersetzen den Anruf. In der Vorlage trägst du drei Uhrzeiten am Treffpunkt ein, zum Beispiel 9, 13 und 19 Uhr. Wer eine Zeit verpasst, kommt zur nächsten; dazwischen bleibt das Handy im Flugmodus. Die Vorlage unterscheidet je nach Netzlage Plan A (Netz geht: kurze Nachrichten, keine Daueranrufe), Plan B (Netz wackelt: nur zu den festen Zeiten melden) und Plan C (kein Netz: Treffpunkt, Uhrzeit, Zettel).
Wackelt das Netz nur und gehen einzelne Nachrichten noch durch, hilft zusätzlich eine Kontaktperson außerhalb, zum Beispiel Verwandte in einer anderen Stadt. Sie weiß dann, wer sich schon gemeldet hat. In der Vorlage hat sie ein eigenes Feld. Ist das Netz ganz weg, zählen nur Treffpunkt und Uhrzeit. Das Prinzip kenne ich als Meldekette aus der Bundeswehr: Meldungen laufen gebündelt bei einer Stelle zusammen. Dort habe ich auch gelernt: Ein guter Plan funktioniert, wenn die Technik versagt. Wie ich die Meldekette für Betriebe aufbaue, steht in meinem Notfallplan für Unternehmen.
Für Meldungen der Behörden bleibt dann das Radio. „Bei einem Stromausfall oder einem Ausfall des Mobilfunknetzes funktionieren viele Warnkanäle nicht“, schreibt das BBK im Ratgeber (Seite 11); Radiosender senden weiter, Auto-, Kurbel- und Batterieradios laufen auch ohne Strom. Solange das Netz steht, warnt dich die Warn-App NINA. Welches Gerät sich lohnt, zeigen meine Kurbelradios im Vergleich, weitere Wege zu Nachrichten stehen unter Information und Kommunikation ohne Strom.
Wer das Kind abholt, hängt von der Lage ab, aber es muss vorher feststehen
Eine Abholregel, die für jede Familie passt, gibt es nicht. Ist meine Tochter in der Schule, hole in der Regel ich sie ab. Für unterwegs ist ebenfalls abgesprochen, wer sie holt. Kommt niemand, geht sie zur Oma. So muss im Ernstfall keiner überlegen.
Das Schweizer BABS rät, für jeden aufzuschreiben, wie er von der Arbeit am schnellsten heimkommt, abseits der Hauptverkehrsachsen, notfalls in einer Fahrgemeinschaft mit Kollegen oder Nachbarn.
Leg für jedes Kind fest, wer es holt und wer vertritt, und sag der Schule, wer abholen darf. Verteil auch die übrigen Aufgaben. Ein Plan, den nur einer im Kopf hat, ist kein Familienplan. Von meiner Frau hieß es anfangs: „Ach, mach du mal.“ Seit einem kleinen Waldbrand in der Nähe ist sie aktiv dabei und kümmert sich um die Vorräte. Hol deinen Partner deshalb früh mit an den Tisch.
Im Brustbeutel meiner Tochter steckt der Plan im Kleinformat
Unter Stress vergisst auch ein Kind schnell Nummern und Adresse, deshalb stehen beide im Brustbeutel meiner Tochter. Darin stecken die Namen und Handynummern ihrer Eltern, ein Foto von meiner Frau und mir, die Wohnadresse und als Ausweichadresse das Haus ihrer Oma mit deren Kontaktmöglichkeiten. Das Foto hilft aus meiner Sicht Helfern, die Eltern zu finden. Dafür hat die Vorlage zwei Notfallkarten in Scheckkartengröße zum Ausschneiden: eine für das Kind, auf der auch sein Geburtsdatum steht, und eine mit den Treffpunkten. Füll beide für jedes Kind aus und steck sie in Brustbeutel oder Schulranzen.
Mit dem Kind sprichst du nach dem BBK-Ratgeber sachlich: Sorgen ernst nehmen, Fragen offen, einfach und klar beantworten, positive Botschaften geben wie „Wir sind gut vorbereitet.“ Für ein Kind, das seinen Treffpunkt kennt, ist das kein leerer Satz. Wie der Brustbeutel zum übrigen Notgepäck passt, zeigt meine Fluchtrucksack-Packliste für Familien; was Kinder selbst tragen können, steht beim Fluchtrucksack für Kinder.
Notgepäck und Dokumente gehören in den Plan, weil beim Verlassen des Hauses keine Zeit zum Suchen bleibt
Gepackt wird vorher. Der Plan sagt nur, wo Notgepäck und Dokumente liegen und wer sie nimmt. Das Schweizer BABS fragt in Schritt 7: „Haben Sie diese Dinge innert einer halben Stunde gepackt?“ In meiner Familie hat jede Person ihren eigenen Fluchtrucksack. Das BBK rät im Ratgeber, ins Notgepäck unter anderem warme Kleidung, Dokumente, eine geladene Powerbank, Medikamente und Bargeld zu packen. Die Dokumente vom Ausweis bis zum Impfausweis sollen griffbereit in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter liegen, dazu eine digitale Kopie.
Ein Notfallordner sammelt Vollmachten und Verträge, der Notfallplan regelt Absprachen und sagt, wo der Ordner liegt. Trag die Ablageorte von Notgepäck, Dokumentenmappe und Bargeld in die Vorlage ein, ebenso Name und Adresse der Notunterkunft. Für den Weg dorthin können Behörden im Notfall besondere Anordnungen treffen, warnt das Schweizer BABS. Lade die Karte deiner Gegend offline herunter, wie es das BBK vorschlägt. Welcher Rucksack passt und wie du ihn packst, steht unter Fluchtrucksack wählen und packen, Betrag und Stückelung fürs Bargeld bespreche ich unter wie viel Bargeld für Notfälle.
Medikamente, Hilfsmittel, Haustiere und ältere Angehörige müssen namentlich im Plan stehen
Für Menschen mit Beeinträchtigungen nennt das BBK im Ratgeber Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät, Ersatz-Batterien, einen Medikamentenplan mit Vorrat und einen Notfallausweis und rät zur Absprache mit Nachbarn und Familie. Für Haustiere steht in seinen Checklisten ein „Futtervorrat für Haustiere“. Das Schweizer BABS ergänzt, vorher mit älteren, kranken oder behinderten Menschen im Umfeld über ihre Bedürfnisse zu sprechen und Tiere bei einer Evakuierung nicht eingeschlossen zu Hause zu lassen.
Füll den Teil „Besondere Bedürfnisse“ der Vorlage mit Person, Medikament, Dosierung, Allergien, Hilfsmitteln und Tieren. In meiner Familie gibt es keine Allergien. Das Feld steht trotzdem in der Vorlage. Für ältere Angehörige trägst du eine zuständige Person ein; wer allein lebt, trägt unter Nachbarn eine Vertrauensperson ein, die nachfragt. Welche Mittel in die Hausapotheke gehören, zeigt meine Medikamentenliste für den Ernstfall, für Hund oder Katze packst du nach meinem Fluchtrucksack für Haustiere.
Ein Notfallplan, den keiner geübt hat, hilft im Ernstfall nicht: einmal im Jahr durchgehen
Das Schweizer BABS schreibt in Schritt 9: „Nur wenn Ihre Angehörigen und Kontaktpersonen den Notfallplan kennen, können Sie diesen auch umsetzen! Aktualisieren Sie den Notfallplan einmal pro Jahr. Bei einem Jobwechsel oder Umzug verändert sich der Notfallplan in der Regel.“
Meine Familie hat den Plan geübt. Jeder weiß, was zu tun ist. Die letzte Übung war im Februar 2026, die nächste steht zur selben Zeit im kommenden Jahr an. Außer der Reihe kommt der Plan nur auf den Tisch, wenn sich etwas Entscheidendes ändert, etwa Wohnort oder Schule. Das kam bei mir bisher nicht vor.
Setz dir einen festen Termin im Jahr: Treffpunkte ablaufen, Nummern prüfen, Brustbeutel und Notgepäck nachsehen. Schreib Wenn-dann-Sätze in den Plan statt Bauchgefühl: „Wenn das Netz weg ist, gehe ich um 13 Uhr zu Treffpunkt 1.“
Meine persönliche Einschätzung
Mit dem Notgepäck würde ich nicht anfangen. Mein Anfang wäre ein Treffpunkt, den das Kind ohne Eltern findet, und die Nummernliste auf Papier. Bei meiner Tochter ist das die Oma, und deren Adresse steckt im Brustbeutel. Alles andere lässt sich nachtragen. Perfekt muss ein Notfallplan für die Familie nicht sein. Kennen muss ihn jeder im Haus.
Die Notfallplan-Vorlage zum Ausdrucken hat fünf Teile und zwei Notfallkarten
Die Vorlage sammelt die Antworten von oben auf drei Seiten A4. Von Hand ausgefüllt, braucht sie keinen Strom.
Was in die Vorlage gehört
| Teil | Was du einträgst |
|---|---|
| 1 Treffpunkte | nahe am Haus, außerhalb, eigener Ort je Kind, Zeichen an der Tür, Notunterkunft, Anlaufstelle der Gemeinde |
| 2 Nummern und Adressen | Eltern, Verwandte, Kontaktperson in einer anderen Stadt, Kita oder Schule, Arbeitgeber, Ärzte, Nachbarn, Giftnotruf deiner Region, Polizeiwache, Krankenhaus |
| 3 Ohne Netz | drei Uhrzeiten, Plan A, B, C, Radiosender |
| 4 Aufgaben | Abholen je Kind mit Vertretung, Abholberechtigung laut Schule, Heimweg je Erwachsenem, Zuständige für Gepäck, Tiere und ältere Angehörige |
| 5 Bedürfnisse und Ablageorte | Medikamente mit Dosierung, Allergien, Hilfsmittel, Tiere; wo Notgepäck, Dokumentenmappe und Bargeld liegen |
| 2 Notfallkarten | Karte Kind: Name und Geburtsdatum, Eltern mit Handy, Adresse, Ausweichadresse, Platz für ein Elternfoto. Karte Treffpunkte: Treffpunkte, Uhrzeiten, Kontaktperson außerhalb |
Füll das PDF mit deiner Familie aus und leg zwei Exemplare ab: eins an einem festen Ort zu Hause, eins im Notgepäck.
PDF · 3 Seiten A4 · kostenlos · ohne Anmeldung
Wie ich den Plan aufbaue, zeige ich im Video „So erstellt man einen funktionierenden Familiennotfallplan“.
Mein Fazit: Mit Treffpunkt und Nummernliste fängt dein Notfallplan an
Fang mit den Treffpunkten und der Nummernliste auf Papier an. Danach kommen Uhrzeiten und Abholregel, zuletzt Brustbeutel und Notgepäck. Gemeinsam geht ihr alles einmal im Jahr durch. Heute Abend reicht ein Schritt: die Vorlage mit der Familie ausfüllen und den ersten Treffpunkt zusammen ablaufen. Wo bei dir sonst noch Lücken sind, zeigt dir mein kostenloser Blackout-Selbstcheck. Und was du bei Stromausfall im Haus zuerst tust, habe ich als Checkliste zusammengestellt.
Häufige Fragen zum Notfallplan für die Familie
Setzt euch zusammen und klärt, wo ihr euch trefft, wie ihr euch ohne Handynetz erreicht und wer wen abholt. Ein Krisenplan für die Familie gehört auf Papier: Treffpunkte, Nummern, Uhrzeiten und Aufgaben, ein Exemplar zu Hause, eins im Notgepäck.
Der Notfallplan regelt Absprachen für eine Krise: Treffpunkte, Erreichbarkeit, Aufgaben. Ein Notfallordner sammelt Dokumente wie Vollmachten, Versicherungen und Verträge. Das BBK rät, wichtige Dokumente griffbereit in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter aufzubewahren; wo der Ordner liegt, gehört in den Plan.
Das BBK rät im Ratgeber, Fragen offen, sachlich und einfach zu beantworten und positive Botschaften zu geben, etwa „Wir sind gut vorbereitet.“ Meine Tochter kennt ihren eigenen Treffpunkt bei der Oma, und in ihrem Brustbeutel stecken Nummern, Adresse und die Ausweichadresse.
Das Schweizer Bundesamt für Bevölkerungsschutz schreibt im Notfallplan: „Aktualisieren Sie den Notfallplan einmal pro Jahr. Bei einem Jobwechsel oder Umzug verändert sich der Notfallplan in der Regel.“ Meine Familie übt einmal im Jahr, zuletzt im Februar 2026.
Das legt ihr vorher fest: eine Vertretung mit Name und Nummer, die auch die Schule kennt. Bei mir gilt: Kommt niemand, um meine Tochter abzuholen, geht sie zur Oma. Deren Adresse steht in ihrem Brustbeutel.
