Blackout-Protokoll für Stadtbewohner – Kostenloser Download

Blackout-Protokoll für Stadtbewohner

Krisenvorsorge 2026 – Notvorrat

Dein kostenloser Leitfaden für den Ernstfall – direkt zum Download. Kein Anmelden, keine E-Mail. Einfach herunterladen und vorbereitet sein.


Was ist drin?

  • Sofortmaßnahmen in den ersten 60 Minuten
  • Wasserversorgung ohne Strom
  • Kommunikation wenn das Netz ausfällt
  • Wärme & Kochen ohne Strom
  • Lebensmittel richtig lagern
  • Sicherheit & Dokumente

Kostenlos. Sofort. Kein Anmelden.

PDF, ca. 1 MB – kompatibel mit Smartphone, Tablet und PC

Aktualisiert — Inhalt erweitert.

Ein Blackout-Protokoll für Stadtbewohner ist eine Sofort-Checkliste für die ersten 72 Stunden ohne Strom, zugeschnitten auf die besonderen Risiken der Stadt: pumpenabhängiges Leitungswasser, dichte Bebauung und ein spürbar höheres Einbruchsrisiko in verlassenen Wohnungen.

Ich bin Robert vom Kanal „Bist du bereit?“. Als meine Tochter geboren wurde, stellte ich mir eine einfache Frage: Was tue ich, wenn die Lage ernst wird? Seit fast 7 Jahren beschäftige ich mich mit dieser Frage, nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung. Das Protokoll auf dieser Seite ist das Erste, was ich jedem gebe, der anfangen will.

Warum ein Blackout in der Stadt anders abläuft als auf dem Land

Auf dem Land gibt es oft einen eigenen Brunnen, einen Holzofen oder Nachbarn mit Generator. In der Stadt fällt das meistens komplett weg, dafür kommt ein Risiko dazu, das Landbewohner selten in dieser Dichte haben: leere Wohnungen. Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar 2026 registrierte die Polizei allein zwischen dem 3. und 5. Januar 19 Einbrüche und Einbruchsversuche in den betroffenen Vierteln, 16 Fälle mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Polizeihubschrauber musste eingesetzt werden, um die dunklen, ausgestorbenen Straßenzüge zu überwachen (Berliner Kurier). Wer zuhause bleibt, abschließt und vorbereitet ist, ist kein Ziel.

Sofortmaßnahmen in den ersten 6 Stunden

In den ersten Stunden ist Information wichtiger als Strom. Wer weiß was passiert, trifft bessere Entscheidungen – wer es nicht weiß, reagiert nur.

Strom & Kommunikation

  • Alle Powerbanks sofort aufladen, solange noch Strom da ist
  • Handy auf Flugmodus schalten (schont Akku, kein Suchnetz-Verbrauch)
  • Batterie-Radio einschalten, lokalen Sender kennen
  • Nachbarn informieren, ältere Personen im Haus aktiv prüfen
  • Notfallkontakte aus dem Handy auf Papier notieren

Wasser – das kritischste Gut in der Stadt

Städtisches Leitungswasser hängt an Pumpen, die brauchen Strom. Fällt der Druck weg, ist noch Wasser in der Leitung, aber nicht mehr lange.

  • Badewanne und große Behälter sofort mit Leitungswasser befüllen
  • Trinkwasser abfüllen: mindestens 2 Liter pro Person und Tag
  • Kein Leitungswasser mehr nach Behördenwarnung, im Zweifel abkochen

Die 2-Liter-Marke ist keine Hausnummer, sondern deckt sich mit der offiziellen Empfehlung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: 1,5 Liter zum Trinken plus 0,5 Liter zum Kochen pro Person und Tag.

Lebensmittel

Der häufigste Fehler ist der Griff zum Kühlschrank. Jedes Öffnen kostet rund 30 Minuten Kühlzeit.

  • Kühlschrank-Inventur: Was verdirbt zuerst? (Fleisch, Milch)
  • Kühlschrank und Tiefkühler NICHT öffnen – hält 4–6 Stunden kalt (Tiefkühler bis 24 Stunden)
  • Campingkocher und Gaskartuschen einsatzbereit prüfen
  • Vorräte nach Verfallsdatum sortieren und sichtbar stellen

Sicherheit

  • Wohnungstür abschließen, Fenster und Balkontür prüfen
  • Taschenlampen griffbereit, Batterien frisch
  • Erste-Hilfe-Tasche hervorholen und Inhalt kurz prüfen
  • Mindestens 100€ Bargeld in kleinen Scheinen vorhanden – Kartenzahlung fällt ohne Strom aus

Stunden 6 bis 72: Versorgung sichern

Ab Stunde 6 verlagert sich die Aufgabe: nicht mehr reagieren, sondern kalkulieren.

Wasser und Kalorien berechnen

  • Trinkwasser-Ziel: 3 Liter pro Person und Tag × Anzahl Tage
  • Kalorienziel: rund 2.000 kcal pro Person und Tag (Konserven, Riegel, Nüsse, Trockenfrüchte)
  • Plan für Kochen ohne Strom definieren

Kommunikation & Information

Die Warn-App NINA gehört jetzt installiert, nicht erst wenn es passiert. Sie speichert Notfalltipps offline, aber Live-Warnungen brauchen Mobilfunk – und Sendemasten laufen nach einem Blackout meist nur noch 2 bis 4 Stunden auf Notstrom. Das Batterie-Radio ist deshalb das zuverlässigere Lagebild, NINA ergänzt es nur.

Ein PMR446-Funkgerät (ab ca. 30€, lizenzfrei) ermöglicht zusätzlich lokale Kommunikation bis 5 km, komplett ohne Infrastruktur – sinnvoll, sobald das Mobilfunknetz ausfällt.

Mobilität

Tankstellen funktionieren ohne Strom nicht, auch nicht mit EC-Karte. Wer nach 24 Stunden mit leerem Tank losmuss, kommt nicht weit.

  • Tank mindestens halbvoll halten
  • Evakuierungsroute aus der Stadt kennen, möglichst ohne Autobahn
  • Go-Bag gepackt und griffbereit

Psychologische Stabilität

Das Gefährlichste nach 48 Stunden ist selten Hunger oder Kälte, sondern fehlende Struktur. Feste Schlaf-, Mahlzeiten- und Aktivitätszeiten sowie eine bewusst begrenzte Informationsflut (2× täglich Radio reicht) halten den Kopf klar.

Persönlicher Statuscheck: 8 Bereiche auf einen Blick

Kein Haushalt ist perfekt vorbereitet. Ein ehrlicher Blick auf diese 8 Bereiche ist mehr wert als ein gutes Gefühl – starte mit dem kritischsten Punkt, meistens ist das Wasser.

Bereich Status prüfen
WasserOK / Lücke / Kritisch
EssenOK / Lücke / Kritisch
EnergieOK / Lücke / Kritisch
KommunikationOK / Lücke / Kritisch
MedizinOK / Lücke / Kritisch
SicherheitOK / Lücke / Kritisch
MobilitätOK / Lücke / Kritisch
DokumenteOK / Lücke / Kritisch

Meine persönliche Einschätzung von Robert M.

Die meisten Blackout-Ratgeber im Netz sind für Landhaushalte mit Garten, Brunnen und Kaminofen geschrieben. Das hilft niemandem in einer Stadtwohnung im 4. Stock. Die Stadt hat andere Schwachstellen – dafür aber auch andere Stärken: kurze Wege, mehr Nachbarn, und die 5 km Reichweite eines PMR-Funkgeräts deckt in einer Stadt oft ein ganzes Viertel ab. Dieses Protokoll ist bewusst auf diese Situation zugeschnitten, nicht auf ein Blockhaus im Wald.

Wie viel Wasser braucht man pro Tag bei einem Stromausfall?

Mindestens 2 Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen, das entspricht der offiziellen BBK-Empfehlung. Ab Stunde 6 rechnet man realistischer mit 3 Litern pro Person und Tag.

Wie lange hält der Kühlschrank ohne Strom?

Ungeöffnet etwa 4 bis 6 Stunden, ein Tiefkühler bis zu 24 Stunden. Jedes Öffnen der Tür verkürzt diese Zeit deutlich, deshalb sollte man in den ersten Stunden komplett darauf verzichten.

Wie lange funktioniert das Handynetz bei einem Blackout?

Sendemasten laufen meist nur 2 bis 4 Stunden auf Notstrom weiter, danach fällt das Mobilfunknetz aus. Ein Batterie-Radio oder ein PMR-Funkgerät sind deshalb die zuverlässigeren Alternativen für die Zeit danach.

Ist ein Blackout in der Stadt gefährlicher als auf dem Land?

Nicht grundsätzlich, aber anders. Nach dem Berlin-Blackout im Januar 2026 stieg die Einbruchszahl in den betroffenen Vierteln auf 19 Fälle in nur zwei Tagen, ein Risiko, das dünn besiedelte Regionen selten in dieser Dichte haben. Dafür sind Wege in der Stadt kürzer und es gibt mehr Nachbarn, die sich gegenseitig helfen können.

Weiterführend: Alle Grundlagen der Krisenvorsorge auf einen Blick – in der kompletten Prepper-Liste 2026 →
Notfallplan erstellen: So baust du Schritt für Schritt den vollständigen Familienplan – Familien-Notfallplan mit Vorlage →
Blackout-Bist Du Bereit