Tarp Zelt für die Krisenvorsorge: Aufbau, Kauf und meine Erfahrung

Ich habe seit Jahren ein Tarp in meinem Fluchtrucksack, und es ist eines der Ausrüstungsteile, die ich wirklich regelmäßig einsetze, nicht nur in der Theorie. In diesem Artikel zeige ich dir, was ein Tarp ist, wie du es aufbaust und worauf du beim Kauf achten solltest, inklusive dem Grund, warum ich es für mehr als nur Wetterschutz im Wald nutze.

Aktualisiert : Artikel komplett überarbeitet, eigene Erfahrung und Kaufkriterien-Tabelle ergänzt.

Was ist ein Tarp?

Ein Tarp ist ein großes, wasserabweisendes oder wasserdichtes Stück Stoff, das sich vielseitig einsetzen lässt. Es schützt dich vor Regen, Sonne und Wind und lässt sich in verschiedenen Konfigurationen aufstellen, ganz nach deinem Bedarf. Tarps sind leicht, kompakt und einfach zu transportieren, das macht sie zu einer idealen Ergänzung deiner Krisenvorsorge-Ausrüstung.

Warum ich seit Jahren ein Tarp im Fluchtrucksack habe

Die naheliegende Anwendung ist der Wald: Wenn ich unterwegs schnell Schutz vor Wind und Regen brauche, ist ein Tarp in wenigen Minuten aufgebaut, deutlich schneller als ein Zelt. Falls du ohnehin ein vollständiges Zelt für die Krisenvorsorge suchst, findest du in meinem Biwakzelte-Vergleich eine passende Ergänzung.

Der Grund, warum ich es trotzdem so schätze, ist ein anderer: Ich nutze Ausrüstung am liebsten für mehrere Zwecke, und ein Tarp kann genau das. In einer Notunterkunft, zum Beispiel in einer Turnhalle oder an einem anderen Sammelpunkt, gibt es normalerweise keine Privatsphäre. Mit einem Tarp kannst du dir und deiner Familie einen kleinen, abgetrennten Bereich schaffen. Gerade mit einem Kind macht das einen spürbaren Unterschied. Ein bisschen Rückzugsraum, und sei er noch so klein, kann in einer stressigen Situation viel wert sein.

Meine persönliche Einschätzung von Robert Meyer

Ein Tarp ersetzt kein Zelt und ist in erster Linie für den schnellen Aufbau im Freien gedacht. Aber genau weil es sich so einfach für mehrere Einsatzzwecke nutzen lässt, vom Wetterschutz im Wald bis zum Sichtschutz in der Notunterkunft, gehört es bei mir fest zur Grundausstattung. Nicht als Ersatz für ein Zelt, sondern als vielseitige Ergänzung.

Warum ein Tarp in der Krisenvorsorge wichtig ist

In einer Krisensituation ist es wichtig, dass du und deine Familie vor den Elementen geschützt seid. Ein Tarp ist ein leichtes und vielseitiges Werkzeug, mit dem du schnell einen sicheren Unterschlupf schaffen kannst. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum ein Tarp in deiner Krisenvorsorge-Ausrüstung nicht fehlen sollte:

  • Wetterschutz: Tarps schützen dich vor Regen, Schnee, Sonne und Wind. Du kannst sie als Notunterkunft nutzen oder als Ergänzung zu einem bestehenden Zelt, für zusätzlichen Schutz.
  • Einfache Handhabung: Tarps lassen sich leicht aufstellen und transportieren. Du kannst sie einfach zusammenfalten und in deinem Fluchtrucksack oder Notfall-Kit verstauen.
  • Vielseitigkeit: Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie du ein Tarp einsetzen kannst. Ob als Sonnensegel, Regenschutz, Bodenplane oder Sichtschutz, ein Tarp ist ein echtes Multitalent.
  • Kosteneffizient: Im Vergleich zu einem vollständigen Zelt sind Tarps in der Regel günstiger und bieten trotzdem einen ähnlichen Schutz.

Wie du ein Tarp aufbaust

Verschiedene Aufbaumöglichkeiten eines Tarps
Wie du ein Tarp mithilfe von Bäumen, Ästen oder Sträuchern aufbauen kannst

Ein Tarp lässt sich auf verschiedene Arten aufstellen. Hier sind die gängigsten Methoden:

A-Rahmen

Der A-Rahmen ist eine der einfachsten und schnellsten Möglichkeiten, ein Tarp aufzustellen. Befestige das Tarp mit Schnüren oder Seilen an zwei gegenüberliegenden Bäumen oder Pfosten. Die offenen Seiten bieten gute Belüftung, aber weniger Schutz vor seitlichem Regen oder Wind.

Leanto

Beim Leanto befestigst du das Tarp einseitig an einem Baum oder Pfosten. Die andere Seite spannst du direkt am Boden oder mit Heringen ab. Diese Konfiguration schützt vor Wind und Regen, hat aber eine offene Seite.

Rautenform

Bei der Rautenform spannst du das Tarp diagonal auf, eine Ecke liegt auf dem Boden, die gegenüberliegende Ecke hängt in der Luft. Die beiden anderen Ecken befestigst du mit Schnüren oder Seilen an Bäumen oder Pfosten. Diese Form schützt vor Wind und Regen und lässt sich leicht an die Größe deines Tarps anpassen.

Tipi

Ein Tipi ähnelt in der Form einem traditionellen Indianerzelt. Du stützt das Tarp in der Mitte mit einem langen Stock oder einer Teleskopstange und befestigst die Ränder mit Heringen im Boden. Diese Methode bietet guten Schutz vor Wind und Regen, braucht aber etwas mehr Zeit und Übung.

Das richtige Tarp auswählen

Tarp für Survival-Versteck im Wald
Ein Tarp für den Unterschlupf im Wald

Bevor du ein Tarp kaufst, solltest du ein paar Punkte beachten, damit es wirklich zu deinem Einsatzzweck passt. Die wichtigsten Kriterien auf einen Blick:

KriteriumWorauf du achten solltest
VerwendungszweckNotunterkunft, Zeltergänzung oder Sonnensegel, das beeinflusst Größe und Material.
MaterialPolyethylen ist günstig, aber schwerer. Silnylon ist leicht und wasserdicht. Dyneema ist am leichtesten, aber auch am teuersten.
GrößeRichtet sich nach Personenzahl und gewünschtem Schutzbereich, sollte aber noch in deinen Fluchtrucksack passen.
BefestigungspunkteJe mehr Ösen und Schlaufen vorhanden sind, desto mehr Aufbau-Varianten hast du.
WasserdichtigkeitFür die Krisenvorsorge sollte die Wassersäule mindestens 2.000 mm betragen.
Gewicht und VerarbeitungAchte auf robuste Nähte und ein Gewicht, das zu deinem restlichen Gepäck passt.

Häufige Fragen zum Tarp Zelt

Fazit

Ein Tarp ist eines der vielseitigsten Werkzeuge in meiner Krisenvorsorge-Ausrüstung. Es schützt vor den Elementen, lässt sich in wenigen Minuten aufbauen und passt in praktisch jeden Fluchtrucksack. Für mich ist aber nicht nur der Wetterschutz im Wald der Grund, es mitzuführen, sondern die Möglichkeit, mir und meiner Familie im Ernstfall ein Stück Privatsphäre zu verschaffen.

Ausrüstung im Überblick: Welche Ausrüstung du für die Krisenvorsorge wirklich brauchst, findest du in der Prepper-Ausrüstung auf einen Blick →
Robert Meyer
Über den AutorRobert Meyer

Mein Name ist Robert Meyer, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Als ehemaliger Zeitsoldat habe ich gelernt, wie entscheidend eine gründliche Vorbereitung in kritischen Situationen sein kann, von unerwarteten Stromausfällen bis hin zu langanhaltenden Krisen. Seit vier Jahren teste ich Notfallausrüstung selbst im Alltag, vom Wasserfilter bis zum Kurbelradio, und baue gemeinsam mit meiner Familie unseren eigenen Krisenvorsorge-Plan Schritt für Schritt aus.Mit dieser Website teile ich mein Wissen und meine praktischen Erfahrungen, damit du und deine Familie bestmöglich auf Notfälle vorbereitet seid. Hier findest du nicht nur persönliche Tipps, sondern auch fundiertes Wissen zur Krisenvorsorge bei Stromausfällen, basierend auf echten Tests und bewährten Strategien.

      Blackout-Bist Du Bereit