
Am 3. Januar 2026 legte ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Unternehmen im Südwesten der Stadt lahm, mitten im Winter. Es war laut Tagesspiegel der längste Stromausfall in Berlin seit Kriegsende 1945 und dauerte bis zum 7. Januar. Genau diese Art von Ereignis meine ich, wenn ich sage: Die Blackout-Gefahr ist kein abstraktes Szenario mehr, sondern etwas, das mitten in Deutschland bereits passiert ist.
Aktualisiert : Artikel überarbeitet, veraltete Gaskrise-Rahmung von 2022 durch den realen Berliner Stromausfall vom Januar 2026 ersetzt und Quellen ergänzt.
Besonders für Familien wird Krisenvorsorge dadurch noch wichtiger. Die Blackout-Gefahr ist real, das zeigt Berlin. Am besten jetzt noch handeln.
Wie sollte ich auf so eine Nachricht reagieren? Was könnte knapp werden und sollte in jedem Haushalt vorhanden sein?
Was sollten Familien jetzt tun?
Als Vater mache ich mir immer Sorgen um meine Tochter. Dazu braucht es keine Krise oder grausame Nachrichten in den Medien. Hauptsache, es geht ihr gut.
Höre ich Meldungen wie die aus Berlin, die mir täglich um die Ohren fliegen, blicke ich mit einem gemischten Gefühl in die Zukunft.
Ausrüstung und Lebensmittelvorräte prüfen und gegebenenfalls aufstocken. Im Winter für Wärme sorgen und eine Möglichkeit, Lebensmittel zu erhitzen.
Bin ich wirklich auf eine Krise vorbereitet? Würde es meiner Tochter und meiner Familie den Umständen entsprechend gut gehen, sollte der Strom für mehrere Tage ausfallen, so wie es in Berlin tatsächlich passiert ist?
Meine persönliche Einschätzung von Robert Meyer
Für mich steht fest: Meine Notfallausrüstung und meine Lebensmittelvorräte werden nach so einer Meldung nochmal auf Herz und Nieren überprüft. Berlin zeigt, dass ein Blackout nicht nur bei Naturkatastrophen oder Netzüberlastung entstehen kann, sondern auch durch einen gezielten Anschlag auf einzelne Schwachstellen im Netz. Genau deshalb reicht es nicht, sich einmal vorzubereiten und die Sache dann abzuhaken.

Welche Dinge werden durch die Blackout-Gefahr knapp?
Je mehr das Thema Blackout in den Medien besprochen wird, wie zuletzt nach Berlin, desto mehr Menschen kommen auch ohne Prepper-Hintergrund auf die Idee, dass ein Notvorrat sinnvoll sein könnte.
Ich rede weniger von Lebensmitteln, sondern eher von Artikeln wie Camping Gaskocher oder einer kleinen Powerbank zum Aufladen von Mobiltelefon oder Tablet. Meine wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für einen Blackout zeige ich hier.
Welcher Campingkocher auch für Innenräume geeignet ist, habe ich mir in meinem Beitrag welcher Campingkocher für Innenräume einmal genauer angesehen.
Wie manche Menschen reagieren, wenn bestimmte Produkte im Laden nicht mehr vorrätig sind, konnte ich schon bei der „Klopapierkrise“ im Frühjahr 2020 sehen. Kommt es zu einer ähnlichen Situation, können Gaskocher, Powerbank und Solarpaneel schnell zu heiß begehrten Gütern werden.
In meinem Artikel Wie bekomme ich Strom bei einem Stromausfall zeige ich einige Möglichkeiten, wie du dein Handy, Tablet oder andere kleine elektrische Geräte auch ohne Netzstrom aufladen kannst.
Viele Menschen haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, was zu tun ist, sollte einmal eine Situation eintreten wie ein tagelanger Blackout oder eine Evakuierung.

Überlegt einkaufen, statt zu hamstern
Bei dem Wort Krisenvorsorge denken viele zuerst daran, einen Lebensmittelvorrat anzulegen. Lebensmittel gehören zur Krisenvorsorge dazu, aber sie sind nicht das erste und wichtigste Thema, wenn du einen Notvorrat anlegen willst. Eine detaillierte Blackout-Einkaufsliste mit wichtigen Gegenständen und Lebensmitteln habe ich hier zusammengestellt.
Wer ohne Panik und mit einem Plan für einen Notfallvorrat einkaufen geht, muss nicht hamstern. Verfallen Menschen dagegen in Panik, weil sie denken, es könnte an einigen Stellen knapp werden, legen viele plötzlich alles in den Einkaufswagen, was sie noch kriegen können.
Einen Plan zum Einkaufen erstellen
Gehe durch deine Wohnung und erstelle eine Liste aller Gegenstände, die für eine Situation wie einen Blackout nützlich sein könnten.

Taschenlampen, Kerzen, ein batteriebetriebenes Radio, warme Decken und eine Campinglaterne oder Ähnliches. Viele Dinge, die fast in jedem Haushalt zu finden sind, können in einer Krisensituation hilfreich sein.
Dasselbe gilt für Lebensmittel und Getränke. Wer sich einen guten Überblick verschafft hat, kann gezielt in den Supermarkt gehen und kauft auch nur die Produkte, die für den Notvorrat wirklich wichtig sind.
Blackout-Gefahr: Wie kann ich mich vorbereiten?
Auf solche Situationen kannst du dich tatsächlich vorbereiten. Zum einen ist die Suche im Internet eine gute Quelle für Informationen, das tust du ja gerade.
Zum anderen kannst du einmal den Hauptschalter in deinem Haus ausstellen und für ein paar Stunden auf Strom verzichten. In so einer simulierten Situation wirst du schnell feststellen, welche Gegenstände dir fehlen und wo du nachbessern musst.
Auch Engpässe bei der Gasversorgung können die Stabilität im Stromnetz gefährden, weil ein Teil des Stroms in Deutschland bei Lastspitzen aus Gas erzeugt wird. In meinem Artikel zu Alternativen zur Gasheizung bei drohendem Gasmangel gehe ich auf mögliche Alternativen näher ein.
Denke auch daran, dass bei einem Blackout die Wasserversorgung nicht mehr gegeben sein kann. Eine gute Beleuchtung bei einem Stromausfall ist mit das Wichtigste. Wie willst du deine Nahrung zubereiten, wenn du nichts siehst?
Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du bei Stromausfall überhaupt duschen kannst? In meinem Artikel Duschen bei Stromausfall erfährst du mehr und bekommst ein paar Tipps an die Hand.
Vorbereitet sein ist das Gegenteil von Panik
Wie du gesehen hast, kannst du dich auf eine Krise zum Teil vorbereiten. Wichtig ist vor allem zu verstehen, dass es zu einer solchen Situation kommen kann, wie Berlin gezeigt hat. Wer sich mit dem Thema beschäftigt hat, weiß im Notfall, wie er reagieren muss, und trifft die richtigen Entscheidungen.
Millionen Menschen geben jedes Jahr hunderte Euro für Versicherungen wie Hausrat, Brand oder sonstige Katastrophen aus, und nur sehr wenige brauchen sie jemals. Das ist auch gut so.
Aber wenn es um Krisenvorsorge geht, wird man schnell abgestempelt und als Spinner bezeichnet. Meinen Notvorrat kann ich auch in ganz normalen Situationen essen oder spenden, wenn er kurz vor dem Ablaufdatum steht.
Zum Abschluss bleibt mir nur zu hoffen, dass es niemals zu einer Lage kommt, in der das alles hier wirklich wichtig wird. Sollte es aber dazu kommen, bin ich vorbereitet.